‚Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren.‘ 

Eigentlich könnte der “Kastanienhof” auch “Schwalbenhof” heißen, angesichts der vielen kleinen Vogelpärchen, die unter den Dächern und an den Ställen hier ihr Jungen aufziehen. An unserem Teich finden Sie genügend Lehm zum Bau der Nester und Insekten zur Ernährung ihrer Brut.

Im September ziehen die Schwalben wieder in großen Schwärmen gen Süden in ihre Winterheimat, von der sie jedes Frühjahr zurück an ihren sommerlichen Nistplatz finden.

Aufgrund der Trockenheit sind in diesem Jahr schon einige früher abgezogen, vermutlich in feuchtere Gebiete, in denen noch mehr Insekten als Nahrungsangebot vorhanden sind.

Darüber, ob die alten Schwalben ihre Jungen losgeschickt haben, oder nach welchem Prinzip dieser Aufbruch von statten ging, mag man anhand des regen Gezwitscher auf den Dachrinnen und Fenstersimsen nur rätseln.

 

Schwalben haben sich als sogenannte ‚Kulturfolger‘ an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Sie tauschten ihre ursprünglichen Brutplätze an felsigen Steilküsten gegen einen Platz im Stall oder an der Hauswand ein. Somit blieb den Menschen ihre jährliche Rückkehr nicht verborgen: ‚Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren.‘ Dieser enge Bezug zum Menschen hat jedoch nicht verhindern können, dass die Schwalben in ganz Deutschland und insbesondere auch bei uns im Norden in den vergangenen Jahrzehnten immer seltener geworden sind.

Der Grund für den Rückgang liegt bei uns vor allem in der Beeinträchtigung der Lebensräume. Versiegelung von Feldwegen, Höfen und Dorfplätzen, Umwandlung von Grünland in intensiv genutzte Äcker, Einsatz von Insektiziden sowie in jüngerer Zeit moderne Fassadenbauweisen und Hygienevorschriften der intensiven Landwirtschaft machen den Mehl- und Rauchschwalben zu schaffen: Sie finden oftmals keinen lehmigen Boden zum Bau ihrer Nester mehr, können ihre Nester an den glatten Fassaden nicht befestigen.

Oder sind sogar der Nachstellung durch den Menschen ausgesetzt, weil Hausbesitzer die Nester nicht dulden und abschlagen. Die Uferschwalben leiden unter dem Verbau der Gewässer sowie unter (Zer)-Störungen an ihren Nistplätzen in Sandgruben, auf Baustellen und an Badegewässern.

mehr Infos über Schwalben findet man unter NABU, Artenschutz

 

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