Was bedeutet die Corona-Krise für Pferde und Reitbetriebe?

Die Bundesregierung hat mit den Bundesländer Leitlinien gegen die Ausbreitung des Coronavirus vereinbart. „Wir brauchen einschneidende Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Demnach müssen alle Sporteinrichtungen vorerst geschlossen bleiben, auch Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sind untersagt. Dies gilt nicht für den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat mit einem entsprechenden Maßnahmenkatalog für Vereine und Betriebe darauf reagiert (siehe pferd-aktuell.de/coronavirus).

Das bedeutete, dass wir alle anfallenden Reitveranstaltungen bis auf weiteres absagen/verschieben mussten.

Bei der Pferdehaltung müssen wir natürlich trotzdem folgende Punkte jederzeit sicherstellen:

  • Pferdegerechte Fütterung
  • Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken)
  • Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Liegen Verletzungen vor?)
  • Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter (z.B. Training) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für physisches und psychisches Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung
  • Notwendige tierärztliche Versorgung
  • Ggf. notwendige Versorgung durch den Schmied

Zur Zeit haben wir Unterstützung von einzelnen “Reitermädels” aus der Umgebung, die uns dabei helfen, die Versorgung von Hof und Tier und vor allem die Stallhygiene und Bewegung der Tiere trotz des ausfallenden Reit-und Ferienbetriebs sicherzustellen. Die Pferde befinden sich gerade im Fellwechsel. Normalerweise werden sie in den Osterferien zweimal täglich geputzt und bewegt sind danach in der Regel mit dem Fellwechsel “durch”. Jetzt versuchen wir, dem juckenden Fell nach und nach Herr zu werden, in dem die Schulpferde nach und nach durchgestriegelt werden.

Die Pferde sind es gewohnt, fast täglich geritten zu werden. Mangelnde Bewegung erhöht das Kolik-Risiko. Deshalb kommen die Pferde und Ponys zur Zeit den ganzen Tag aufs Paddock bzw. werden schon langsam angeweidet. Auch das kostet viel Zeit und Kraft, wenn man auf einmal “allein davorsteht”. Auch deshalb natürlich, weil alle Kosten weiterlaufen.

Es gibt Prognosen, die besagen, dass 30% der Betriebe, gerade Familienbetriebe, Gastronomie und der Einzelhandel, die Corona-Krise nicht überstehen werden. Wir wollen nicht dazugehören!

Wenn Sie uns unterstützen möchten/du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über Spenden in Form von Zeit und Geld (an unsere Bankverbindung mit Angabe des Betreffs (SPENDE Coronakrise ….ggf. Name des Pferdes/Ponys) oder über

paypal.me/KastanienhofFamJunge

oder unseren Moneypool für die Krisenmonate.

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung, die lieben Briefe und Mails, die uns erreichen und hoffen, dass wir den Betrieb baldmöglichst wieder wie gewohnt fortsetzen können!

Herzlichen Dank und vor-österliche Grüße, Familie Junge

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